Faunenähnlichkeitsindizes als Trellis-Diagramm (Artenidentität und Dominanzidentität)
Die unten beschriebenen Indizes werden berechnet, wenn Sie eine Excel- bzw. CSV-Datei mit Ihren Daten
hochladen. In den Zeilen müssen die Arten aufgetragen sein, in den Spalten die zu
vergleichenden Flächen. Die Faunenähnlichkeitsindizes werden dann in einem separaten Fenster (ggf. den Popup-Blocker
für diese Seite abstellen) als Trellis-Diagramm dargestellt.
Der Aufbau der Datentabelle muss wie folgt aussehen:
| Fläche 1 | Fläche 2 | Fläche 3 | Fläche n | |
| Art 1 | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl |
| Art 2 | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl |
| Art 3 | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl |
| Art n | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl | Individuenzahl |
Artenidentität nach JACCARD und SØRENSEN
"Unter Artidentität versteht man das Ausmaß der Übereinstimmung im Artenspektrum zweier Tierbestände, es wird auch als synökologische Affinität des Arteninventars bezeichnet" (SCHWERTFEGER, 1975). Nach JACCARD errechnet sich der von ihm so genannte Gemeinschaftskoeffizient mit der Formel:
Nach SØRENSEN berechnet sich die Artidentität, von ihm als Ähnlichkeitsquotient benannt, nach folgender Formel:
b = Zahl der in beiden Tierbeständen vorkommenden Arten
c = Zahl der im ersten Tierbestand vorkommenden Arten
d = Zahl der im zweiten Tierbestand vorkommenden Arten
Da diese Art der Berechnung allein das Vorhandensein einer Art gewichtet, werden Einzelfänge genauso stark berücksichtigt, wie Arten, die in großen Individuenzahlen gefangen wurden.
Dominanzidentität nach RENKONEN
Die RENKONEN`sche-Zahl (Re) ist eine Maßzahl für die Übereinstimmung in den Dominanzverhältnissen von zwei Artengemeinschaften (MÜHLENBERG, 1993). Die RENKONEN`sche Zahl berechnet sich nach folgenden Formeln:
min DA,B = Summe der jeweils kleineren Dominanzwerte (D) der gemeinsamen Arten von zwei Standorten A und B
i = Art i
G = Zahl der gemeinsamen Arten
nA,B = Individuenzahl der Art i in Gebiet A bzw. B
NA,B = Gesamtindividuenzahl aus Gebiet A bzw. B
Die Dominanzidentität nach RENKONEN gewichtet die an beiden Fundorten häufigen Arten am stärksten. Gemeinsame Arten, die zumindest in einem Gebiet nur in wenigen Individuen gefangen wurden, werden durch die RENKONEN´sche Zahl kaum repräsentiert.
Dominanzidentität nach WAINSTEIN
Auch für die Dominanzidentität können Vergleiche von mehreren Tierbeständen durchgeführt werden.
Ebenso wie für die Artidentität werden die Werte jeweils zweier Tierbestände berechnet und in ein Netzmuster
eingetragen, wo sie dann mit den übrigen Beständen verglichen werden können (SCHWERTFEGER, 1975).
Bei dem WAINSTEIN-Index werden sowohl die gemeinsamen Arten zweier Lebensgemeinschaften und auch ihre relativen
Häufigkeiten berücksichtigt. Er berechnet sich nach folgender Formel:
Re = RENKONEN`sche Zahl
JA = JACCARD`sche Zahl
Der WAINSTEIN-Index nimmt Zahlen zwischen 0 und 100 an, wobei höhere Werte größere Ähnlichkeiten belegen (MÜHLENBERG, 1993; SOTHWOOD & HANDERSON, 2000).
Literatur
MÜHLENBERG, M. (1993): Freilandökologie. - 3. Aufl., Quelle & Meyer, Uni Taschenbücher, Heidelberg, Wiesbaden, 512pp.
SCHWERTFEGER, F. (1975): Ökologie der Tiere. - Bd. 3, Synökologie, 451 S., Paul Parey Verlag, Hamburg, Berlin.
SOUTHWOOD, T. R. E.; HENDERSON, P. A. (2000): Ecological Methods. 3rd Edition. Blackwell Science Ltd, Oxford

